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Die kleine Kolumne - Frauen in Filmen und Büchern


Frauen in Filmen und Büchern

Seit einiger Zeit höre ich abends zum Einschlafen Hörbücher. Das entspannt mich und ich kann selig einschlummern. Bisher hatte ich Historienromane oder auch Biografien in meiner Bibliothek. Aufgrund einer Werbung habe ich mir neulich einen sogenannten künftigen Bestseller als Hörbuch gekauft und seitdem kann ich nicht mehr einschlafen! Ich bin tierisch genervt!!! Die weibliche Hauptdarstellerin ist so doof, das tut schon weh! Nie sagt sie, was sie will und vor allem klärt sie ein Missverständnis nicht geradeheraus auf! Es zieht sich alles so in die Länge, dass mir - abgesehen von Genervtheit - ziemlich langweilig ist! Das Hörbuch ist 18 STD. lang; ich hätte die gleiche Geschichte vermutlich in 2 STD. erzählt.

Ist euch schon einmal aufgefallen, dass Frauen in Filmen immer schreien wegen jedem Kleinscheiss? Außer Lara Croft quieken sie wirklich immer und überall. Mal abgesehen davon, dass es ziemlich unrealistisch ist, müsste ich für die Tonart wahrscheinlich Gesangsunterricht nehmen.

Außerdem rennen Frauen in Filmen immer in die falsche Richtung! Ja, sind wir doof oder wollen wir absichtlich in den Armen derjenigen landen, die uns ans Leder wollen? Boah, ich kann es kaum ertragen und immer ist das Ding vorhersehbar! Klar sind nicht alle Frauen Amazonen, aber dennoch brechen wir nicht immer in Tränen aus oder schreien unkontrolliert herum. Vermutlich machen Filmemacher das so, damit der Mann als Held dastehen kann.

Schriftsteller machen das auch! Oft. Zu oft. Beinah alle Romane handeln von Liebe. Ich will nichts über die Liebe lesen. Ich mag es auch nicht, wenn die Frau in Verwirrungen gerät und zum Spielball der Handlung wird. Dabei sieht sie meist recht dümmlich aus, weil der Autor ihr nicht auf den ersten 10 Seiten die Chance gibt, Tacheles zu reden. Das kommt erst am Ende und alle liegen sich in den Armen und heulen. Happy End und ich denke, du dusselige Kuh!

Gottseidank gibt es Serien wie „Vikings“ und „Game of Thrones“, da lassen die Frauen es richtig krachen. Allerdings laufen diese Filme unter dem Genre der Fiktion. Schon klar! Kaum ist Frau stark und eigensinnig, wird es fiktiv genannt. Nur ein Regisseur hat es richtig drauf, seinen weiblichen Figuren richtig Charakter einzuhauchen: Quentin Tarantino. Der schafft es, dass ich mir wünsche, ich wäre so wie die Frau im Film.

Ich wünsche mir auch, dass ich immer so perfekt aussehe, wie Frauen im Film, wenn sie morgens aufwachen. Sie sind immer perfekt gestylt und haben Unmengen an Geld, müssen sie ja, weil sie ständig shoppen und Essen gehen. Sie fahren nie ein Auto mit Beule, brauchen nie tanken und in einer Waschstraße habe ich auch noch keine gesehen. Ihre Nägel sind perfekt, es gibt keinen abgesplitterten Nagellack. Zudem habe ich noch nie Staubmäuse in ihren Wohnungen gesehen. Diese Frauen sind einfach perfekt, schreien aber los und rennen den falschen Fluchtweg entlang. Naja und grundsätzlich verlieben sie sich zunächst in den Falschen, um dann am Schluss doch in den Armen des Richtigen aufzuwachen; natürlich perfekt geschminkt.

Eigentlich wollte ich nur erzählen, wie doof die Protagonistin in meinem Hörbuch ist. Unerträgliches Weib! Wäre ich ihre Freundin, dann hätte ich sie mal auf den Pott gesetzt und ihr gesagt, dass sie nicht dümmlich herum stammeln soll, sondern klar sagen, was Sache ist. Aber komisch: sie hat gar keine Freundin und nun beschäftigt mich die Frage, warum eigentlich nicht …!?

Ihr Lieben, ich wünsche euch was

LG
Edith



Kommentare

  1. Danke für deine so so wahre Kolumne.
    Das fällt mir auch immer wieder auf. Besonders auch im Kinderbuchbereich - da sind so oft Jungen die Helden, die dürfen Abenteuer erleben und die coolen Sachen machen.
    Aber es gab ja zum Glück noch Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter und George von den 5 Freunden. Das waren meine Heldinnen.

    Dieses Thema finde ich immer spannend - beim täglichen Doodlen übrigens versuche ich häufig bewusst, die "typischen" Rollenbilder zu verdrehen. :-)

    Schönes Wochenende, liebe Edith!

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    1. liebes Fräulein Käthe ... vielen Dank für dein Interesse. Genau im Bereich Illustration kann man noch viel bewegen

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