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Die kleine Kolumne - Problemzonen


Problemzonen

Auch wenn ich keine 20 Jahre mehr alt sein möchte, so bedauere ich doch zutiefst, dass a) die Schwerkraft nicht außer Gefecht gesetzt werden kann … b) meine Haut nicht weiß, wie man die Spannkraft hält … und c) eine Fettzellenteilung und deren Auswirkungen nicht gestoppt werden können.

Ich weiß, es geht vielen so. Ist das allein Trost genug? Ich könnte ja a) eine kosmetische Operation vornehmen lassen … b) meine Ernährung umstellen … c) täglich Fitness beitreiben und d) meine Lebensfreude bei all dem verlieren. Manmanman … ist es das wert?

Gegenmaßnahme Nr. 1
Ein Jahresabonnement im Fitnessstudio sähe vermutlich so aus: 1. Monat: beinah täglicher Besuch … 2. Monat: zweimal wöchentlich muss auch reichen … 3. Monat: plötzlich finde ich nur noch einmal wöchentlich Zeit dafür … 4. Monat: an meinem Kontostand kann ich ablesen, dass ich eigentlich ins Studio müsste. Und am Ende vergesse ich es, pünktlich das Abo zu kündigen und zahle für ein weiteres Jahr! Nee, das Risiko ist mir zu hoch.

Gegenmaßnahme Nr. 2
Ernährungsumstellung! Fleißig recherchiere ich alle gängigen Rezepte zu Low Carb. Das soll ja funktionieren. Du darfst keine oder nur wertvolle Kohlehydrate zu dir nehmen. Cool. Als Vegetarierin kann ich also nur noch Gemüse essen? Och nö … wie soll das denn hinhauen? Ohne Kohlehydrate kann ich nicht denken und habe den ganzen Tag Kopfschmerzen. Das geht gar nicht!

Gegenmaßnahme Nr. 3
Ich investiere in High Quality Pflegeprodukte. Yeah. Da ich ja noch für das Abo im Fitnessstudio zahlen muss, sind die Finanzen knapp und die Produkte IMMER teuer. Mist. Und die Creme, die ich neulich gekauft habe - für empfindliche Haut, die hab ich nämlich - provoziert ein fieses Hautekzem mitten im Gesicht. Kontraproduktiv, würde ich mal sagen.

Gegenmaßnahme Nr. 4
Eine kosmetische Operation wird von meiner Seite abgelehnt … habe schon genug Narben am Körper. Fällt also weg.

Gegenmaßnahme Nr. 5
Verstecken! Also nicht mich jetzt verstecken, sondern die Problemzonen. Klappt soweit ganz gut. Bis dann jemand kommt und sagt, dass ich viel dicker aussehe, als ich bin. Pfht … ich bin wirklich so moppelig! Die Tarnung gelingt also auch nur bedingt.

Nachdem alle Gegenmaßnahmen ad Acta gelegt werden können mache ich mir tatsächlich bewusst, das ich das bin: mein BMI kratzt an leichtes bis mittleres Übergewicht … mein Doppelkinn verschwindet, wenn ich lache … einen Minirock muss ich nicht mehr tragen … und sowieso steht mir schwarz am besten. Meine 56 Jahre darf man sehen, denn jede Falte ist schwer erarbeitet: ich habe gelitten, ich habe gelacht und ich habe gelebt. Das muss ich nicht verstecken. Meine Bauchpartie ist moppelig, aber ich habe 2 Kindern das Leben geschenkt, einige Diäten ausprobiert (was niemals gut für das Fettreservoire des Bauches ist) und bin mitten in den Wechseljahren (hallo Hormone, ihr Arschgeigen, warum braucht ihr keine Kalorien mehr?).

Ihr seht, es immer ein wenig schwierig, eine Akzeptanz für die veränderte Körperlichkeit zu finden. Mein jetziger Körper und ich sind noch keine besten Freunde, aber wir gewöhnen uns aneinander. Schließlich wollen wir noch gemeinsam viele schöne Dinge erleben, möglicher Weise Abenteuer bestehen und versuchen, gemeinsam so gesund wie möglich alt zu werden.

So ist das, ihr Lieben :-)

LG
Edith

P.S.: wenn ihr noch einen Tipp habt, immer her damit


Kommentare

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Liebe Edith,
    ich stimme dir in allen Punkten zu! :-) Vor allem dein Fazit kann ich nur unterschreiben.
    Einen Tipp in dem Sinne habe ich nicht, aber ich finde es wichtig, mehr auf mich zu achten als früher. Auch beim Essen. Ich bin auch Vegetarierin und wenn ich extrem viel Gemüse und Salat esse, dann geht es mir super, wenn ich meine Ernährung eine Weile eher vernachlässige, dann nicht, darum versuche ich schon, nicht zu viel ungesundes Zeug zu mir zu nehmen.
    Und ich finde es wichtig, in Bewegung zu bleiben, egal ob durch Yoga oder Walking oder Schwimmen oder sonstige eher softe Sportarten. Ich brauche auch immer was, wo ich mich extrem auspowern kann, z. B. Jumping. ;-) Laufen geht bei mir jetzt wegen diverser Zipperlein und doch eher mittlerem Übergewicht am Ende der Skala auch nicht mehr so gut wie ich es mir wünschen würde, aber dran bleiben ist meine Devise.
    Ich sehe es an meinen Eltern. Mein Vater wird dieses Jahr 80 und ist fit wie ein Turnschuh. Er hat außer in ganz jungen Jahren nie extrem Sport betrieben, aber er ist immer in Bewegung geblieben und das merkt man jetzt. Er hat mittlerweile zwei künstliche Hüftgelenke, aber er springt damit fast wieder herum wie ein Junger. Diese Woche haben wir eine Bergwanderung mit ihm gemacht! Außer dass er wegen seiner Hüften jede Stunde eine kurze Pause machen musste, konnte er aber locker mithalten. :-) In 30 Jahren noch so fit zu sein, das würde mir schon gefallen! :-)
    Ganz liebe Grüße
    Biggi

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