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Wir spinnen ...

Foto Birgit Schreier
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Hand auf´s Herz: wenn wir Wolle in unseren Händen halten, dann passiert folgendes: wir streicheln sie, wir knautschen sie liebevoll und wir überlegen uns, was wir Schönes daraus häkeln, stricken oder weben können. Die Auswahl an Wolldesigns und Kuschelfaktoren ist so immens hoch und immer kommen neue Schönheiten dazu. Mit anderen Worten: 

wir können nicht widerstehen!

Foto Birgit Schreier

Auch ich bin dieser Leidenschaft verfallen. Seit 5 Jahren nähe ich nun, habe etwas gehäkelt und gestrickt eher selten … aber … ich wollte Wolle! Weben schien mir eine tolle Alternative zu den Nadelarbeiten zu sein. Nachdem ich den Webrahmen hatte, wollte ich mehr … viel mehr. Ich möchte meine Wolle selber spinnen! Auf der Suche nach einem für mich geeigneten Spinnrad bin ich auf Birgit Schreier von KnitArt.de gestoßen.

Foto Birgit Schreier

Sie hat mich wundervoll beraten und ein toller Mailkontakt ist entstanden. Nach einigen Schreiben habe ich sie gefragt, ob sie mich beim Spinnen lernen unterstützen möchte. Sie hat glücklicherweise zugesagt, was mich enorm freut.

Und nicht nur ich darf mich freuen, sondern auch ihr … falls ihr euch ebenfalls für das Spinnen und Weben interessiert.

Zunächst möchte ich euch zeigen, welche Erfolge ich bisher verzeichnen darf und natürlich auch ein Bild von meinem Spinnrad:


Aufgrund Birgits Tipp habe ich mich für das Ashford Kiwi2 entschieden. Es ist nicht nur ein Anfängerspinnrad, sondern auch durch Erweiterungen für erfahrene Spinnerinnen ein tolles Teil. Da es ja mein erstes und einziges ist, fällt mir natürlich ein Vergleich sehr schwer. Das besprechen wir dann doch lieber in einem anderen Beitrag mit Birgit.

Einiges habe ich schon gesponnen:


Mein Lieblingskissen


Spinnergebnis nach einer Woche Übung


Leinengarn


Damit ihr wisst, wer meine Beraterin Birgit überhaupt ist, könnt ihr hier ihren Werdegang erfahren:

Wer oder was ist Knitart? 
Mein Name ist Birgit Schreier, Jahrgang 1963, glücklich verheiratet und Mutter von 2 erwachsenen Söhnen.
Unter dem Namen KnitArt vertreibe ich, unterstützt von meinem Mann Heiko, Spinnräder, Wolle und mehr.
Da zur Herstellung eines jeden Strickkunstwerkes genau genommen als erstes zunächst die Wolle zum Faden versponnen werden muss, ist für mich das Spinnen von Hand ein wichtiger Beitrag zur Strickkunst. Deshalb findet man bei mir unter meinem Label "KnitArt" ein große Auswahl zum Thema Spinnen und Spinnräder. 

Der Anfang:

Schon seit Kindertagen liebe ich das kreative Arbeiten, insbesondere da dies in meinem Zuhause zum Alltag aller dazu gehörte.
Mutter und Tanten haben selbst entworfen, gestrickt, gestickt, geknüpft, gehäkelt usw., Vater und Großvater werkelten mit Holz, Metall und anderen Materialien und auch ich habe nach wie vor Freude an allem, was mit Handarbeiten zu tun hat.


Die ersten Erfolge
Auf der Suche nach einer sinnvollen Verwendung für die vielen Wollreste, die beim Stricken und Häkeln immer übrig bleiben, begann ich vor einigen Jahren eine eigene, spezielle Technik zu entwickeln, wie man daraus hübsche und praktische "Flickerlkörbe" und Katzenkörbe fertigen kann. Die Körbe sowie die Anleitungen verkaufte ich erfolgreich über eine bekannte Handarbeits-Plattform im Internet. Als dann eine Anfrage von der ARD-Buffet-Moderatorin und Kinderbuchautorin Bine Brändle kam, ob sie einige meiner Katzenkörbe im Rahmen der Fachmesse Cadeaux Leipzig präsentieren dürfte, habe ich mich natürlich sehr gefreut.

KnitArt = Strickkunst
Meine Überzeugung und mein Motto ist, dass jeder, der strickt, häkelt oder in sonstiger Art und Weise etwas handarbeitet, damit auch sein persönliches Stück Handarbeitskunst schafft, unabhängig davon, ob es ein Topflappen, ein Pullover oder ein großes Wandbild ist. Als ich vor einiger Zeit auf der Suche nach einem einprägsamen Begriff für den Vertrieb meiner Strick- und Häkelprodukte war, bin ich auf die englische Wortkombination "knit art" gestossen, was ins deutsche übersetzt Strickkunst bedeutet. Ich fand, dass dies genau der passende Begriff für mein Handarbeitsmotto ist und seitdem firmiere ich unter dem Label "KnitArt".

Spinnleidenschaft
Mit über
40 Jahren Erfahrung in den Handarbeitsbereichen Nähen, Stricken und Häkeln entdeckte ich Mitte 2012 meine Liebe zum Spinnen und allem was damit zu tun hat.

Neugierig, wo Wolle herkommt und wie sie hergestellt wird, suche ich privat über eine bekannte Online-Plattform ein gebrauchtes Spinnrad.
Mein 1. Spinnrad, obwohl als spinnfähig beworben, ist (natürlich) nicht spinnfähig!

Also neuer Versuch: Ich erwerbe ein 2. Spinnrad.
Wieder Volltreffer: Auch dieses Spinnrad ist nicht spinnfähig...
Verd…t, was stimmte nicht mit diesen Spinnrädern?

Etwas genervt zwar, aber voller Tatendrang nehme ich jetzt die Herausforderung an und besorge mir diverse Fachbücher zum Thema Spinnen und Spinnräder, schaue Videos und eigne mir nach und nach einige Kenntnisse an.
Mein Interesse beschränkt sich hierbei nicht allein auf das Spinnen von Wolle, sondern besonders begeistert es mich auch, die verschiedensten Spinnradtypen sowie deren Funktion und Technik kennen zu lernen.
Jetzt konnte ich auch herausfinden, wo der Fehler lag und warum ich mit meine beiden ersten Spinnräder nicht spinnen konnte: Es waren reine Dekostücke ohne eine funktionierende Bremse, die man zum Spinnen eines Fadens aber unbedingt braucht.

KnitArt und Spinnräder
Nun besorge ich mir ein gut gebrauchtes, tatsächlich spinnfähiges Spinnrad und beginne meine 1. Wolle zu spinnen.
Leider hatte ich nur recht verfilzter Wolle, weshalb das Ergebnis nicht wirklich zufriedenstellend ist, aber ich bin glücklich und "Spinnrad-infiziert".

Ich kaufe mir einfach ein weiteres gebrauchtes Spinnrad, und noch eins, und noch eins. Es macht mir Spaß, sie zu reparieren (mit Hilfe der Werkstattausrüstung meines Mannes, der komischerweise immer wieder mal verzweifelt auf der Suche nach irgendwelchen Werkzeugen ist), pflege das Holz und biete diese in gut spinnbarem Zustand mit Gewährleistung zum Verkauf an.

Es wundert mich ein wenig, dass mir die Spinnräder rasch abgekauft werden und das überhaupt noch Interesse an der Wollverarbeitung mit Spinnrädern besteht.
Ich bekomme Anfragen und Aufträge zum Aufarbeiten von Spinnrädern, auch von Interessenten über die Grenzen Deutschland hinaus und entdecke meine Liebe an der Aufarbeitung gebrauchter Spinnräder.


Inzwischen standen bis zu 18 Spinnräder in unserem Wohnzimmer und nachdem mein Mann abends Platz schaffen muss, um fernsehen zu können (die Suche nach vermisstem Werkzeug hatte er inzwischen erfolglos aufgegeben, dafür konnte ich auf eine gut sortierte Werkzeugsammlung zurückgreifen) ziehe ich mit meinen Spinnrädern um in unsere Holz-Gartenhütte.
Es wird fachmännisch eine Heizung installiert und ich biete nun auf 16m² Fläche in gemütlicher Umgebung meine aufgearbeiteten Spinnräder sowie die ersten neuen Spinnräder von Ashford und Kromski zum Verkauf an.

Da das Angebot an bezahlbaren, gut gebrauchten Spinnräder inzwischen sehr gering ist, (weil professionelle Händler den Markt leer kaufen, um diese dann unrepariert und ohne Gewährleistung „von Privat“ teuer zu verkaufen) entscheide ich mich dazu, nur noch neue Spinnräder anzubieten und erweitere deshalb mein Programm um die Marken Louet aus den Niederlanden, Schacht aus den USA sowie Majacraft aus Neuseeland.

Fast zwangsläufig wird mein Angebot nach und nach auch um ein großes Fasersortiment mit inzwischen ca. 200 verschiedenen Sorten Fasern in vielen Farben und Qualitäten ergänzt.
Und ebenfalls zum Angebot gehören natürllch Handkarden, Kardiergeräte, Webrahmen, sowie Zubehör u. Ersatzteile für Spinnräder und Webrahmen. Neu dazu gekommen sind seit kurzem Handspindeln in diversen Ausführungen.
Ergänzend zu meinem Spinnradprogramm biete ich auch Kurse zum Thema Spinnen mit der Handspindel, Spinnen am Spinnrad für Anfänger, Kardierkurse sowie Einsteigerkurse für die ArtYarn-Spinnerei an.

Jeder Interessent ist nach Terminvereinbarung herzlich eingeladen, die Spinnräder vor Ort Probe zu treten und zu testen (ständig sind ca 25 Spinnräder vorführbereit aufgebaut) und bei Gefallen auch direkt mitzunehmen.

Ich persönlich würde am liebsten gerne alle Spinnradvarianten dieser Welt zumindest einmal probetreten...
Und da mich inzwischen auch die Leidenschaft für das Weben erfasst hat entsteht immer öfter aus meiner selbst gesponnenen Wolle auch das eine oder andere Webstück. 

Spinnerte Grüße
Eure Birgit Schreier von KnitArt



Foto Birgit Schreier

Ihr seht, Birgit ist ein Profi, wenn es um Spinnräder und Wolle geht.

Da ich ja Anfängerin bin, haben mich einige Fragen interessiert, die ich ihr gestellt habe:

Du hast eine jahrelange Erfahrung im Gebrauch von Spinnrädern. Siehst du eine Tendenz dazu, dass Spinnen wieder immer aktueller wird oder hat sich nichts geändert? -
Die Zahl der Spinner/Innen wächst stetig, auch immer mehr Männer kommen dazu das zu tun!

Welches Spinnrad empfiehlst du Anfängern?
Es gibt kein spezielles Anfänger-Spinnrad, aber man kann sehr gut mit einem Ashford-Kiwi oder dem Kromski Fantasia beginnen. Preis/Leistungsverhältnis finde ich gut und die Spinnräder sind erweiterbar!

Man sieht oft überteuert wirkende gebrauchte Spinnräder im Onlinemarketing ... was hältst du von ihnen?
Diesebezüglich habe ich persönlich vor etwa 6 Jahren zu meinen Spinnbeginn leider 2x schlechte Erfahrungen gemacht. Als Anfänger weiß man nicht das eine Bremsfunktion am Spinnrad benötigt wird, was häufig an gebrauchten Spinnrädern, die über Internetplattformen angeboten werden, nicht der Fall ist, bzw. nicht angegeben wird. Somit sind die meisten leider Deko-Spinnräder und nicht spinnfähig. Ist man unsicher, sollte man diesbezüglich nachhaken.

Mit welcher Wolle sollte ich als Anfängerin am besten spinnen?
Diese Frage ist so nicht zu beantworten, da jeder eine andere Vorstellung hat. Manche kommen mit kurzen Fasern besser zurecht, manche mit langen Fasern.
Im Spinnkurs versuche ich bei meinen Interessenten zunächst herauszufinden, was ihr/denen eher zusagt.
Somit sind das bei mir folgende Fasern: Corriedale - kurzfaserig, oder Romney - langfaserig. Damit mache ich ganz gute Erfahrungen, aber es gäbe gefühlt 1000 weitere Sorten, die geeignet wären.

Ich bin wirklich sehr froh, Birgit an meiner Seite zu haben. Egal, was läuft, ich kann sie fragen. Und ihr könnt das auch! Schreibt in den Kommentaren, was euch interessiert, was schief läuft oder auch andere Fragen, die mit dem Spinnrad zu tun haben.

Bei Facebook findet ihr uns hier: SpinnWeben
und bei Instagram hier: SpinnWeben

Her mit euren Fragen oder Anregungen dazu,
was ihr gern lesen oder erfahren möchtet.

LG
Edith

im nächsten Beitrag zeige ich euch, was ich bisher geschafft habe und welche Wollarten es so auf dem Markt gibt (die Garnproben hat Birgit mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt).

Homepagelink Birgit Schreier: KnitArt.de
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